Warum eine Trageberatung?

Vorteile des Tragens für das Baby

  • Unsere Babys sind Traglinge.

  • Das Kind hört und spürt den Herzschlag der Mutter.

  • Tragen stärkt das Urvertrauen und hat positive Auswirkungen auf die Entwicklung.

  • Das Baby wird selbständiger, es kann von sich aus Abstand einfordern und schlafen wenn es möchte.

  • Die Anhockspreizstellung ist optimal für die Hüftentwicklung.

  • Tragen unterstützt die rhythmische Körperarbeit und die kindliche Wirbelsäule, es wird kein Druck auf die noch unreifen Wirbeln und Bandscheiben ausgeübt.

  • Das Baby ist in Augenhöhe mit anderen Erwachsenen und ist aktiv bei jedem Geschehen dabei.


Vorteile des Tragens für die Eltern

  • Eltern bekommen durch das Tragen mehr Sicherheit, das Kind ist zufriedener.
  • Tragen fördert die Milchbildung.
  • Auch Väter können früh eine enge Bindung zum Kind aufbauen. 
  • Ein richtig gebundenes Tragetuch unterstützt den Beckenboden, auch in der Rückbildung.
  • Die Hände sind frei für Geschwister und Haushalt.
  • Hindernisse, wie Stiegen, Waldwege, Gedränge sind kein Problem.
  • Durch die Nähe lernt man sein Kind besser kennen.
  • Tragen bedeutet auch Entlastung für die Eltern.

Erfahrungsberichte von Eltern

Erfahrungsberichte von Eltern 

"Mir war eigentlich schon während der Schwangerschaft klar, dass ich mein Baby tragen will, aus praktischen Gründen hauptsächlich und dachte mir aber das es genügt mir die nötigen Infos dann zu holen wenn der Zwerg da ist. Natürlich haben wir uns den obligatorischen Kinderwagen zugelegt und als Lisa dann da war und in dem Ding nach Hause geschoben wurde mochte sie es überhaupt nicht, sowas aber auch ;) Wir waren verunsichert und ich habe mich dann ein bisschen im Internet schlau gemacht und mir dann 3 Wochen nach der Geburt eine Manduca Trage besorgt, Lisa mochte sie aber nicht, nur Gebrüll und panikartiges wegstemmen. Gut, nach einigen Recherchen kam ich zu dem Schluss, dass der Neugeboreneneinsatz der Manduca zwar nett gemeint ist aber in der Praxis nicht wirklich gut ankommt, also wurde die Trage für später aufbewahrt.

Der nächste Versuch war dann ein elastisches Tragetuch (Mobywrap) – mit dem bin ich überhaupt nicht zurecht gekommen und Lisa mochte auch dieses Ding nicht und hat meine Binderei mit Gebrüll quittiert. Ich hab den Moby dann verkauft und das Tragen erstmal sein lassen weil ich frustriert war. Trotzdem hab ich mir vorsorglich ein Hoppediz Tuch besorgt in der Hoffnung es mit ein bisschen Übung hinzukriegen.

Als Lisa 6 Wochen alt war, hatten wir bei unserem wöchentlichen Babytreff im Spital das Thema Babytragen und wir wurden aufgefordert unsere Tücher mitzubringen um es uns zeigen zu lassen – mir wurde die Wickelkreuztrage gezeigt und Lisa hat, wie erwartet, furchtbar gebrüllt. Die Beraterin hat mich dann zügig marschierend durch den Raum geschickt und nach 5 Minuten hat Lisa geschlafen und ich war seelig. Das war der Beginn unserer Tragezeit. Anfangs hab ich sie nur zu Hause getragen, wenn ich beim Einbinden marschiert bin hielt sich das raunzen und weinen in Grenzen. Nach ein paar Wochen dann hab ich mich dann auch für kurze Strecken raus getraut mit Lisa im Tuch und fand es einfach so toll, schön, kuschelig und praktisch.

Einziges Problem war, dass Lisa nur schlafend getragen werden wollte, kaum wurde sie wach hat sie wieder gebrüllt bzw. wollte sie in den ersten Wochen/Monaten fast durchgehend stillen und hat die Nähe zur Brust dann natürlich kaum ausgehalten. Also hab ich mir für unterwegs den Marsupi zugelegt um Lisa unterwegs auch gut raus und reingeben zu können und ich/wir haben ihn geliebt. Zu Hause hab ich aber nach wie vor mit TT getragen und Lisa hat in der Zeit sämtliche Schläfchen im Tuch gehalten sowie auch abends oft bis zu 4 Stunden bis ich mit ihr schlafen gegangen bin (mein Mann hat mir da vorher den Knoten gelöst, uns liegend von den Tuchbahnen befreit und Lisa hat auf meinem Bauch liegend weitergeschlafen).

Über den Winter hab ich fast ausschliesslich getragen, hatte den Vorteil das ich uns nicht so warm anziehen musste und es war bei Schnee und Matsch viel praktischer als mit dem Kiwa rumzurutschen. Wir hatten ein Winter-Tragecover und hattens so in den kalten Monaten immer schön warm.

Seit Lisa 5 Monate alt ist tragen wir mit Ergo/Manduca und Sling, auch einen Mei Tai hab ich ausprobiert, komme aber damit nicht so gut zurecht. Ich geniesse die Nähe zu meinem Kind dabei sehr und nach wie vor steht der praktische Aspekt im Vordergrund – für Strecken von A nach B und vor allem in den Öffis ist es so viel praktischer und wenn wir mal mehr mitnehmen wollen/müssen haben wir einen Einkaufstrolly den wir beladen, ja und der Haushalt erledigt sich auch viel schneller wenn das Kind am Rücken mit dabei ist ;) Seit gut 1 Monat (Lisa ist jetzt 10 Monate alt) trage ich nun auch vermehrt auf dem Rücken weil ich da das Gewicht weniger spüre und die Hände noch freier habe, kuscheliger find ichs aber nach wie vor vorne. Und seit sie von ihrer Umwelt mehr mitbekommt und sieht, wird sie auch wach sehr gern getragen und ist ganz aufgeregt wenn ich die Trage auspacke.

Den Kinderwagen verwenden wir nun auch hin und wieder – zum Einkaufen, für längere Spaziergänge oder wenn es ganz ganz ganz heiss ist – da ist Lisa im Wagen vor der Sonne einfach geschützter und wir schwitzen beide nicht so. Dennoch liegt immer eine Tragehilfe unten im Korb und kommt auch immer wieder dankbar zum Einsatz.

Ich hoffe, dass noch eine lange Tragezeit vor uns liegt und freue mich auch jetzt schon auf den nächsten Tragling, den es hoffentlich irgendwann geben wird."